Otherland Stadt der goldenen Schatten, von Tad Williams
Verlag: Klett-Cotta
ISBN 3-608-93421-9
Otherland soll ein neuer "Herr der Ringe" sein, ein neuer Meilenstein auf dem Weg der Phantasie.
Otherland ist eine wunderbare Welt, noch wissen wir nicht, was sie ist. Wo sie ist, ist klar, im Cyberspace. Sicher?
Otherland schnappt sich verschiedene Personen und Geschehnisse und führt sie lange Zeit parallel, dann langsam zusammen.
Otherland ist ein Kind unserer Zeit, weniger eine fabelhafte Vision.
Otherland ist NICHT der "Herr der Ringe". Aber es ist gut, es ist verdammt gut.
Das erste Drittel zieht sich etwas, so manches Schema wirkt vertraut. Die abwechselnden Handlungsstränge, die Einbettungen von Bruchstücken aus dem aktuellen Nachrichtennetz, wer viel SF liest kennt all dies.
Das zweite Drittel ist dann schon interessanter, eine eigenständige Geschichte beginnt und im letzten Drittel kommen alle Qualitäten zusammen, die Leseabende kurz und Straßenbahnstationen vergessen machen.
Wenn nicht dieses miserable -Fortsetzung folgt- Ende wäre, dann hätte ich das Buch mit einem sehr angenehmen Gefühl geschlossen.
Jedenfalls harre ich schon gespannt auch den nächsten Band, vier sollen es in Summe werden.
Und weil Cyberspace und so, gibt's natürlich auch eine Internetadresse:
Tad Williams