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Tagtäglich ist in den Medien darüber zu lesen, werden neue Berichte über die unendlichen Möglichkeiten die uns das Netz bietet verfaßt. Über riesige Kursgewinne von Firmen, die eigentlich nur im Internet existieren, von tollen neuen Technologien, die uns das Leben bald viel einfacher machen werden, über Ärzte, die Operationen an Tausenden von Kilometer entfernten Patienten vornehmen, über Bürgerdienste und Serviceleistungen, die nun viel einfacher und schneller von zu Hause aus in Anspruch genommen werden können, von Kühlschränken, die selbsttätig im Supermarkt nachbestellen, von billiger Kommunikation über den ganzen Erdball. Aber auch über Einbrüche in Computersysteme großer Firmen, über Kriminalität, die sich im Internet organisiert, über Daten, die ohne dem Wissen des Benutzers von verborgenen Mächten gesammelt und verkauft werden, von Sex, Kreditkartenbetrug und Computerviren, von seltsamen Hackern, die scheinbar ihre Daseinsberechtigung gegen einige Stunden Internet zu tauschen bereit sind. Also, was ist das jetzt ? Stark vereinfacht läßt sich das Internet als Medium bezeichnen, in dem es ab einer gewissen Ebene der technischen Notwendigkeit nur mehr den menschlichen Geist als Regulativ gibt. Es gibt kaum Gesetze die das "Leben" im Internet regeln und daher ist auch fast alles vertreten, was Menschen so einfällt. Und das ist viel. Viel mehr, als es einem so "auf die Schnelle" einfallen würde. Groben Schätzungen zufolge gibt es weltweit annähernd 300 Millionen Menschen, die das Internet tagtäglich benutzen (Stand Mitte 1999). Diese 300 Millionen Menschen machen ganz wunderbare und kreative Dinge, aber auch unglaublich viel Mist. Menschen machen das Internet ? Richtig gelesen ! Menschen machen das Internet. Willst Du auch ? ... Es ist gar nicht so schwer. Nur sollte man halt ein wenig den Durchblick haben. Auch das ist nicht schwer. Selbst Programmierer und Internetgurus sind auch nur Menschen, die sich ihre Arbeit ganz gerne so einfach machen, wie es nur geht. Viele benutzen es tagtäglich, surfen, posten, chatten und senden eMails um die ganze Welt, aber worum es sich wirklich handelt, ist gar nicht so einfach zu erklären. Der kleinste gemeinsame Nenner ist ein technischer Begriff, ein Übertragungsprotokoll, genannt IP, das sicherstellt, daß die Datenpakete im Netz so halbwegs zuverlässig vom Sender zum Empfänger gelangen. Was in diesen Paketen drinnen ist, ist dann schon wieder fast egal. Um die Erfindung den Internets ranken sich viele, sich teilweise widersprechende Geschichten. Einen großen Anteil hatte dabei sicher das amerikanische Militär mit der Absicht eine Kommunikation auch über stark beschädigte Netze zu ermöglichen. Jedes Datenpaket hat eine Zieladresse und eine Adresse, an die die Antwort zurückgeschickt werden soll. Der Weg, den es nimmt ist nicht fix, sie suchen sich ihren Weg selbst. Später nutzten auch die amerikanischen Universitäten diese Netze. Langsam kam diese Technologie auch in anderen Ländern zum Einsatz. Anfang der Neunzigerjahre war es auch in unseren Breiten so weit. Diese vorhin angesprochenen Datenpakete enthalten neben diversen Adressen und Prüfsummen natürlich auch Nutzdaten. Was da allerdings drinnen steht, ist ziemlich beliebig. Und damit fängt der Spaß auch schon an. Üblicherweise werden in diesen Paketen eMails, Webseiten, Programme usw. in kleine Stücke zerteilt, übertragen und am Ziel wieder zusammengesetzt. Aber das sind nur besonders weit verbreitete Anwendungen, eine Vielzahl "kleiner" Anwendungen nutzen ebenfalls dieses Verfahren und daher ist es so schwer zu beschreiben, was das Internet eigentlich ist. Zuerst möchte ich verdeutlichen, was man zum Interneten braucht, was man angreifen kann (Hardware) und was nicht (Software). Es gibt eine Reihe teilweise weltumspannender Netze, sog. Backbones, bestehend aus Lichtwellenleitern oder normalen Kupferleitungen, die in der Lage sind sehr große Datenmengen zu transportieren (in der Größenordnung von einigen Milliarden Zeichen pro Sekunde). Diese Backbones, die meist auch andere Daten wie z.B. Telefongespräche transportieren, teilen sich auf, bzw. münden in andere Netze zu Universitäten, großen Konzernen oder sog. Internet-Serviceprovidern. Die Endkunden sind üblicherweise mittels eines Modems über die normale Telefonleitung, über ISDN oder über ein Fernsehkabelnetz mit dem Provider verbunden. Je nach Angebot kann der Kunde mehr oder weniger schnell auf mehr oder weniger Dienste zugreifen. Teile des Providernetzes sind auch weltweit benutz- und abrufbar und tragen so zu der Vielfalt des Internets bei. Üblicherweise entstehen Kosten für das Angebot des Internetproviders und meistens noch für die Telefonverbindung zum Provider (dafür gibt es oft günstige Telefontarife). Der größte Teil des Internets ist gratis. Es gibt Bereiche, die nur mit einer Art Mitgliedschaft zugänglich sind (aktuelle Börseninfos, der amtliche Teil der "Kleinen Wiener Zeitung", usw.). Hier kann oft per Kreditkarte online (also gleich über der Internet) bezahlt werden (funktioniert recht problemlos). Die Befürchtung, daß für einen unüberlegten Mausklick auf irgendeine Seite gleich hohe Kosten anfallen, ist unbegründet. Nur sehr wenige Internetprovider bieten an kostenpflichtige Dienste über die Providerrechnung zu begleichen. Nach dem ganzen Technikgelabere mal zur Praxis ! Einige Dienste werden besonders intensiv mit dem Internet in Verbindung gebracht: |
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Auch "Internetseiten", "Webseiten, "Webpages", "World Wide Web (WWW)", "http". Wird oft mit den Internet verwechselt, ist aber nur ein Teil davon. Das verwenden des Webs wird surfen genannt. Erfunden wurde es im Schweizer Kernforschungszentrum CERN, mit der Idee einem ganz gewöhnlichen Text bestimmte Attribute beizufügen, um z.B. eine Überschrift groß und fett erscheinen zulassen, den Hintergrund rot zu färben und gelegentlich auch ein kleines Bildchen einzufügen. Betrachtet wird dieser Text mit einem (Internet-)Browser. Surfen ist eigentlich nur eine recht einseitige Sache. Der Surfer betrachtet (Bildschirm-)Seiten, die Firmen oder Privatpersonen ins Netz stellen, er hat aber i.A. keine Möglichkeit zur Einflußnahme auf den Inhalt der Seiten. Die Auswahl der Seiten nimmt der Surfer vor. Die Adresse, die im Browser eingegeben werden, fangen üblicherweise mit "www" an und haben oft einen Namensbezug zum Inhalt der Seite (z.B. www.ibm.com ist die Hauptseite der Firma IBM, www.univie.ac.at führt zur Universität Wien usw.). Nachschlagewerke, ähnlich einem Telefonbuch, gab es nur zu Beginn des Internets Die Dinger waren immer unvollständig und veraltet bevor die Farbe trocknen konnte. Daher gibt es eine Anzahl von Suchmaschinen, die in sehr großen Datenbanken nach den gewünschten Informationen Suchen. Gerade diese Suchmaschinen sind in den letzten Jahren sehr stark kommerzialisiert worden, da sie von vielen Surfern täglich besucht werden und somit vorzügliche Werbeflächen abgeben. Eine Besonderheit der oben erwähnten Textattribute ist der (Hyper-)Link. Ein Link ermöglicht es auf weitere Seiten zu verweisen (weiter/genauere Informationen zum Thema, usw.). Wird so ein Link angeklickt, ruft der Browser die neue Seite auf. Auch wenn es nur eine Funktion von vielen ist, so ist der Link doch das, was das Web ausmacht. Es können auch eine Vielzahl von Programmen (Bildern, Musikstücke, ...) über das Web bezogen werden. Man spricht dabei von einem "Download", vom "downloaden", "downladen", "runterladen" oder umgangssprachlich vom "saugen". Um die Gefahr einer Vireninfektion des eigenen Systems durch so ein Programm zu minimieren, sollte man sich aber dabei eher an die Seiten des Herstellers halten. |
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Auch "elektronische Post", "Internet Mail", "@" eMails sind das elektronische Gegenstück zum normalen Briefverkehr (oft "snail mail" Schneckenpost" genannt). eMails können praktisch in sekundenschnelle über eine beliebige Distanz übertragen werden. Besondere Kosten fallen dabei nicht an, lediglich der Obolus für den Dienstanbieter (Internetprovider) und eine kurzzeitige Telefonverbindung (wenn über Modem oder ISDN verbunden wird). Gesendet und empfangen werden eMails mit einem sog. eMailclient. Oft sind diese Programme in einem Browser (siehe "Web") integriert. Der Inhalt einer eMail ist, wie auch eines Briefes, beliebig. Es ist möglich kleine Texte oder umfangreiche Präsentationen zu versenden. Es ist möglich sog. Attachments (Beilagen, Anhängsel) an eine eMail zu hängen, ähnlich einer Anlage bei einem normalen Brief. Es sei aber angemerkt, daß eMails nicht zum Versenden größerer Datenmengen gedacht sind. Um Mißbrauch vorzubeugen lehnen viele Mailserver im Internet zu große eMails ab. Diese eMails werden dann nicht zugestellt, der Absender erhält eine Fehlermeldung per eMail retour. Die Limits sind verschieden (5 bis 10 Millionen Zeichen). Für umfangreiche Textdokumente, auch mit eingefügten Bildern, ist das mehr als ausreichend. eMails haben allerdings den Nachteil, daß es nur sehr eingeschränkt möglich ist festzustellen, ob der Empfänger die eMails auch erhalten und, wichtiger, auch gelesen hat. Weiters ist eine eMail etwa so geheim wie eine Postkarte, der Inhalt ist unter Umständen für das Bedienpersonal der Mailserver, über die die eMail übertragen wird, lesbar. Ähnlich dem Web gibt es auch bei den eMails eine Adresse. Diese besteht aus dem Namen des Empfängers, einem @ und dem Namen des Mailservers des Empfängers. Der "Klammeraffe" @ wird englisch "at" (ät) ausgesprochen und bedeutet schlicht "bei". Somit wird auch die eMailsadresse logisch: z.B.hansi.tester@mailservice.at. In der Adresse darf es keine Sonderzeichen oder Umlaute geben (äöüß?! usw.), auch Leerzeichen sind zu vermeiden. Groß- oder Kleinbuchstaben sind zulässig, es findet aber keine Unterscheidung statt. Allgemein sollten Großbuchstaben vermieden werden, da es immer wieder Mailserver gibt, die damit Probleme haben. Anders als das Web ist die elektronische Post ein interaktives Medium (es gibt eine Reaktion auf eine Aktion). Daher gilt es einige Verhaltensmaßregeln zu beachten (siehe Netiquette). So ist es üblich "per Du" zu sein, (ausgenommen geschäftliche eMails), keine größeren Datenmengen unverlangt zu schicken und nicht sinnlos Werbemails in die Welt zu streuen (sog. Spam). |
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Auch USENET, Diskussionsforen. Das Usenet ist einer der ältesten Teile des Internets. Es handelt sich um weltweit verfügbare Diskussionsforen zu den verschiedensten Themen. Jeder Internetprovider verfügt über einen Newsserver, der einen Teil dieser Gruppen führt und sich regelmäßig mit anderen Newsservern synchronisiert. Die Diskussionen werden in themenspezifischen Gruppen geführt. Die Namensgebung ist recht chaotisch, enthält aber meistens einen Landes- und natürlich einen Themenbezug. Überlicherweise bietet ein Provider seinen (und nur seinen) Kunden eine eigene oder mehrere "Haus"foren ohne bestimmten Themenbezug an. Dort sind dann häufig Hilfestellungen zu providerspezifischen Problemen abrufbar (Installation, Ausfälle, usw.) Die gewünschte Gruppe kann im Newsclient (oft im Internetbrowser enthalten) abonniert werden. Es werden dann, ähnlich einer eMail, alle Diskussionsbeiträge dieser Gruppe angezeigt. Natürlich kann auch jeder mitreden (Posten). Newsgroups sind oft etwas chaotisch, bieten aber eine riesige Menge an Informationen. Es empfiehlt sich immer erst eine Weile mitzulesen bevor man selbst postet, in manchen Gruppen geht es auch sehr streng zu. Allgemein kann man sagen, daß je freundlicher man ist und je mehr Information man (auch über sich selbst. Stichwort Realname) liefert, desto mehr sinnvolle Antworten wird man erhalten. |
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File Transfer Protokol Hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. FTP ist ein uraltes System um größere Datenmengen zwischen Rechnern zu übertragen. Manchmal kommt man in die Verlegenheit im Internet auf einen FTP-Server verwiesen zu werden um einen Download zu erledigen. Das funktioniert mit dem normalen Webbrowser. Sollen Daten zu einem Rechner transferiert werden (z.B. auf die eigene Homepage), so ist ein eigener FTP-Client nötig. |
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Ist ein relativ junger Bereich im Internet (manche sagen, es sei eine Unsitte ...). Beim Chat gibt es, ähnlich den Newsgroups, ein Unzahl sog. Chatrooms zu verschiedensten Themen, in denen aber in einem Fenster der Text, den ein Anderer tippt, sofort erscheint. Der kann dann natürlich auch auf der anderen Seite der Erde sitzen, die Verzögerungen sind vernachlässigbar. Durch die Geschwindigkeit und die Notwendigkeit sich kurz zu fassen ergeben sich sehr selten tiefsinnige Dialoge. Auch ist es nicht notwendig irgend etwas über seine eigenen Identität preis zu geben (Name, Alter, Adresse, Geschlecht, Familienstand, ...), was die tollsten Möglichkeiten offen läßt. Wird über eine Chat ein Treffen vereinbart, so spricht man von einem "Blind Date". Es gibt eine Vielzahl an Programmen, die einen Chat ermöglichen (IRC, ICQ, ...). Eine besondere Variante sind die sog. http-Chats, bei denen der ganz normale Webbrowser verwendet wird. Diese Chats werden manchmal von einem weltumspannenden Serververbund abgewickelt, laufen aber oft auch nur auf einem Server, wie der in Österreich sehr weit verbreitete Ö3-Chat. |
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Auch "Seite", Page" Jede Person, Interessensgruppe, Firma, ... kann sich im Internet präsentieren. Das reicht vom anonymen Auflisten der Lieblingsschaupieler bis hin zum eBusiness bei dem es möglich sein kann online Preise zu vergleichen, Lagerstände anzufragen, Waren zu bestellen und auch gleich per Kreditkarte zu bezahlen. Viele Provider bieten mittlerweile schon sog. "Webspace" an, der für einen eigenen Internetauftritt genutzt werden kann. Allerdings ist es notwendig ein wenig über die Technik der Seitengestaltung zu wissen. Entweder die Seiten werden direkt in HTML (HyperText Markup Language) geschrieben (wie im Abschnitt "Web" angesprochen handelt es sich im wesentlichen um Text, der besondere Attribute zur Schrift- und Seitengestaltung verpaßt bekommen hat), oder man verwendet einen Editor, der, ähnlich einem Textverarbeitungsprogramm, automatisch aus einem Layout eine Seite kreiert. |
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Haben wenig bis nichts gemein, können aber allgemein als sog. "Aktive Inhalte" beschrieben werden. HTML (siehe "Homepage") ist keine Programmiersprache und kann daher viele Dinge nicht, die in einem modernen Webauftritt erwünscht wären. Abhilfe schaffen hier Javascript, als einfache, und Java als komplexere Lösung. Sie laufen parallel zum üblichen HTML Standard und erlauben eine besser Interaktion mit dem Benutzer und können diesem einige Arbeit abnehmen. Leider sind diese Sprachen auch relativ leicht mißbräuchlich zu verwenden und es gibt immer wieder heiße Diskussionen, ob sie nun ein Segen oder ein Fluch sind. Während HTML recht genau standardisiert ist, versuchen besonders bei Java mehrere Hersteller ihre, zum jeweils anderen Produkt nicht kompatible Variante, duchzuboxen, um sich in der Gunst der Benutzer möglichst zu etablieren (Stichwort "Browserkrieg"). De facto ist es zu empfehlen diese aktiven Inhalte im Browser zu deaktivieren, auch wenn dann manche Seiten nicht so gut betrachtbar sind. |
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Computerviren sind ein heißes Thema. Sie haben nicht im speziellen mit den Internet zu tun, der Schwerpunkt der Verbreitung von Viren hat sich aber in den letzten Jahren massiv von Disketten weg zum Internet hin verlagert. Es ist einfach das bessere Transportmedium. Leider ist es oft so, daß er Anwender, ängstlich hinter dem Monitor sitzend, gar nicht weis, was er tut. Hoffentlich macht der installierte Virenscanner seinen Job gut genug. Dabei ist es recht einfach; Mitdenken hilf ! Ein Computervirus kann sich nur im System ausbreiten, wenn er gestartet wird. Üblicherweise sind Viren in Programmen oder Dokumenten makrofähiger Anwendungen (Winword, Excel, ...) versteckt. Es liegt im Ermessen des Anwenders, ob er ein Programm das er startet oder ein Dokument, das er öffnet, für vertrauenswürdig ansieht, oder nicht. Computerviren entstehen nicht zufällig. Sie kommen immer von Außen, womit die Möglichkeit besteht die Daten oder Programme zuerst durch einen Virenscanner laufen zu lassen. Besonders bei eMails ist es eine Unsitte geworden zu Weihnachten, Sylvester und Ostern eine Unmenge an singenden, klingenden Glückwunschbotschaften in die Welt zu streuen und so u.U. Viren zu verbreiten. |
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Auch: Wenn große Kinder streiten. Es war einmal, vor langer langer Zeit, da gab es nur unheimlich umständlich zu bedienende Programme, um im Internet agieren zu können. Keine Maus, nur Tastaturkommandos, keine tolle Grafik, sondern schlichte und einfache Information (fad). So was hätte sich nie durchgesetzt. Aber die Erfindung der HTML (siehe "Homepage") schrie förmlich nach Farbe, Glanz und Glimmer. Und irgendwann gab es dann auch die ersten grafikfähigen Browser. "Mosaik" war einer der häufigsten, auch das Monzilla-Projekt (später Netscape) fand viele Anwender. Gerade Netscape war über lange Zeit DER Browser. Daher gingen auch viele innovative Erweiterungen des HTML-Standards von dieser Firma aus. Langsam begann das Internet an Bedeutung zu gewinnen. Microsoft, als einer der größten Betriebssystemanbieter hat diese Entwicklung komplett verschlafen, und erst als das Web wirklich nicht mehr zu ignorieren war zu einem Microsoft-typischen Rundumschlag angesetzt. Sie kaufte die Firma Mosaik auf und hatte somit den ersten Internet Explorer. Anfangs hatte dieser nicht die geringste Chance gegen Netscape, holte aber bei jedem Versionssprung auf. Dennoch wäre es vermutlich bei der Netscape-Vorherrschaft geblieben, hätte nicht Microsoft begonnen den Internet Explorer immer enger mit dem Betriebssystem zu verbinden. Es kam zu einigen Prozessen in den USA, die zum Teil immer noch laufen, in denen die Kläger der Firma Microsoft vorwerfen, sie habe ihre quasi Monopolstellung auf dem Betriebssystemmarkt dazu benutzt die Verwendung des Internet Explorers durchzusetzen. Stellt sich nur noch die Frage wozu das Ganze gut sein soll. Es ist doch schlußendlich egal mit welchem Browser eine Seite betrachtet wird. Stimmt ... fast. Denn schließlich ist das Internet ja längst nicht mehr ein Medium zum gegenseitigen Gedankenaustausch, sondern ein riesiges Geschäft. Und so ein Browser bietet sich natürlich ideal dazu an, dem Surfer den Zugriff auf bestimmte Inhalte leichter zu machen, als auf andere. Da gibt es einmal die Startseite, die immer aufgerufen wird, wenn der Anwender den Browser startet. Eine tolle Werbefläche und ein perfekter Einstieg in vorbereitete Information. Solche Seiten werden neuerdings als Portale bezeichnet. Wer mehr Zugriffe auf sein Portal verbuchen kann, der kann mehr für diese Werbeflächen verlangen. Ganz einfach. Natürlich kann der Anwender andere Startseiten wählen, das tun aber tatsächlich nur wenige Prozent. Dann gibt es noch die Möglichkeit im Browser diverse Knöpfe einzubauen, mit denen bestimmte Seiten direkt erreicht werden können. Und dann gibt es für den Browserhersteller natürlich auch die Möglichkeit Mechanismen einzubauen, die eine Analyse des Surfverhaltens erlauben. Usw. Usf. Und deswegen versucht jeder sein Produkt möglichst weit zu verbreiten. |
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