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Der Baum Es ist eine Landstraße, die sich vorbeischlängelt, eine Asphaltbahn, auf der Autos durch den Wald die engen Kurven nehmen. Es tut sich eine freie Fläche auf, rechts leicht ansteigend mit Gras, Farnen und Dickicht. Viel altem Holz und einem einzelnen mächtigen Baum. Der zum Ziel Strebende fährt vorbei, der Eindruck in den Sinnen verblaßt. Bis zum nächten Mal. Aber manchmal löst er etwas aus. Manchmal bleibt der Eindruck. Manchmal wird dieser große, mächtige Baum allein stehen und markant wahrgenommen, betrachtet und bewundert. Seine Form, der Bogen aus Holz und Laub, den er über den Himmel beschreibt, wie ein Wirbel aus Alter und gediegener Stärke. Und auch ich habe ihn so gesehen, diesen einsamen Beseeler einer kargen Fläche. Die langsame Überraschung am Ende der Kurve. Oft habe ich ihn besucht, bin stehen geblieben und habe ihn angesehen, habe meine Kamera genommen, um das Spiel aus Form und Bedeutung einzufangen, darzustellen und zu deuten. Im Nebel als dunkler Mahner gegen den grauen Hintergrund, als Kontrast zum Brei der Umgebung. Hervorgehoben durch seine Mächtigkeit. Im Herbst, wenn die Blätter rot, gelb und braun werden, dann tummelten sich auch um seinen Stamm die tollsten Farben, Gräser und Laub das Nahen des Winters verkündend. Und immer wieder habe ich ihn betrachtet, bin mit der Kamera ausgerückt, um auf ein Bild zu bannen, was ich einfangen konnte. Ich habe ihn beim Vorbeifahren gegrüßt, wie einen freundlichen Boten, der auf mich wartete, da ich nah dem warmen Heimstatt war.
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